Falls sie mal ein Brechmittel brauchen: Bitteschön

 
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Ab jetzt tauchen in Sachen Tsunami nur noch Politikerbesuche und Betrugsmeldungen über veruntreute Spendengelder auf.

 
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Wofür würde Google hier werben?

Voll- oder Teilzeitjob # Auf Jobsuche? # Private Jobvermittlung # Erfolgreich von zuhause arbeiten # Gastro Job Agentur # Gesucht: Techniker Region Aargau (Schweiz) # Bis zu 1,65 � pro Minute. # 130 � bis 960 � / Woche selbst. von Zuhause # Dringende Verstäärkung # Arbeit Günstige Angebote # Machen Sie mit - Gesetze alleine reichen nicht aus um Arbeitslosigkeit zu Überwinden! # Über 45. Na und. Arbeiten von zu Hause aus! # 1000 CHF nebenberuflich Arbeiten von zuhause aus # Mit Spaß Geld verdienen # Mit 40 schon zu alt? Geben Sie sich eine 2. Chance! # Spaß an der Arbeit� 1.200 bis � 6.000 mtl. # Arbeiten von Zuhause # Ich habe herausgefunden wie man eine wertvolle Investition machen kann. #

Da beklagt man sich einmal über die Verhältnisse und schon will Google einem einen Job geben!

[Quelle | via Funkenfeuer]

 
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Mizati - Linien LP

Gechillter Anfang voller Gitarrenklänge im Track 01 "Anfang", dann setzt der Drum&Bass-Beat ein, unerwartet, simpler Twostep, genau richtig als Begleitung für die Gitarren und Flächen, nach 3:53 endet der erste Track zu früh. 02 "Seitenstreifen" beginnt entspannt klicktrackmäßig, ohne sofort ins allzu fricklerische abzugleiten. Kommt dann mit ein paar passenden Samples ohne dabei zu überladen, blendet aus, ein Track wie eine vorbeifahrende S-Bahn voller Graffitis. 03 "Regelmaessige Muster" erst mit verwischten sphärischem Gesangssample, verhallt alles dezent nur die Beats, ein Gedankenfragment bevor die 04 "Lichtlinien" wie eine Wand heraneilt. Bedrohliche Streicher, Slapbass, breite Drums, schon wieder vorbei. 05 "Gestreift" lässt sanft die Flächen einfliegen, ein unverständliches Sprachsample, dann Percussion, Midtempo-Beats, Gitarre, mehr Flächen, warten auf Ereignisse, Reduktion, Flächen zurück, Stelle mir als Entsprechung zur Musik einen Platz vor auf dem verschiedene Menschen im Kries gehen, ab und zu blenden die Leute aus, tauchen dann wieder aus dem Boden auf, ein Rhodes, dezent, Beats weg, nur noch Percussion und Analogsynthflächen, Beats zurück + fade out, hier stimmt alles. 06 "Leerstellen" mit verschwurbelten zur Fläche gewordenen Stimmen, abstrakt scheinende Beats, dezent-bedrohliche Andeutungen, verdrehte Gitarren, Gitarren, Percussion. Ungefähr so wie man sich vielleicht dezent im Hintergrund spielende Musik zu einer Ausstellung über moderne Architektur vorstellt. 07 "23 Zeilen" zum Abschluss. Keine Schnörkel, 4/4 Bassdrum die sich dann zum Elektrobeat verwandelt, der Fluss baut sich auf, begint zu fliessen und schon endet viel zu früh dieses Album.

Acediamusic.org, war mir neu, muss mich da mal mehr umsehen.

 
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Also so gefällt mir das: gleich Akira Kurosawas Träume auf Arte, morgen "Kagemusha - Der Schatten des Kriegers". Die Zusatzlabelung des Films mit dem Regisseurnamen über die Parka Lewis im allgemeinen neulich noch seinen Unmut kund tat kann man hier mit vollem Recht hinnehmen, da er die Episoden ja angeblich wirklich aus eigenen Träumen entwickelt hat.

 
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Ich frag mich, ob die wenn die einen Fernsehfilm drehen überhaupt noch einen Abspann produzieren. Das ist überhaupt eines der größten ärgernisse am Fernsehen, viel schlimmer noch als die Werbung zwischendrin: wenn eine New Yorker Sekunde* nach Beginn des Abspanns auch schon die Programmhinweise auf die nächsten Sendungen anfangen, immer schnellschnell so dass bloß kein einziger Zuschauer verloren geht.

  • Laut Terry Pratchett die kürzeste Zeiteinheit des Multiversums - sie ist als die Zeitspanne definiert, die nach dem grünen Aufleuchten der Ampel bis zum ersten Hupens des Taxifahrers hinter einem vergeht.
 
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Arbeit1

Freie Zeiteinteilung ist ein Luxus den kaum jemand mit "Arbeit" in Verbindung bringt.

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Es ist also nicht so, dass ich arbeitsscheu bin, ich bin nur Lohnarbeitsscheu:

Was ist nun der Unterschied zwischen Arbeit und Lohnarbeit? Ist es nur das Geld, welches für die Arbeit oder den konkreten Akt der Produktivität gezahlt wird? Natürlich ist es, wie es ein jeder bestätigen wird, viel mehr als nur der Lohn. Man steht in einer Abhängigkeit von dem Auftraggeber. Dieser beauftragt mich mit einer Aufgabe und verspricht mir nach Erledigung einen Lohn dafür auszuzahlen. Hört sich erstmal an als wäre der nur Lohn der Unterschied.

Es stellen sich jedoch mehrere Fragen: Wenn ich diese Arbeit verweigere, da ich gerade keine Lust habe und kein Geld brauche, ist das dann ein Problem? "Natürlich ist das ein Problem!" wird ein jeder der in meiner Heimat aufgewachsen ist nun sagen. Warum? Weil jeder sich mit "Arbeitsverträgen" in eine Abhängigkeit zu seinem Auftraggeber begibt. Der Auftraggeber verlangt in der Regel, dass man ihm für die Erledigung gewisser Aufgaben zur Verfügung steht, auch wenn man gerade keine Lust hat. Also muss man täglich erscheinen um eventuell anfallende Arbeiten zu erledigen. Somit gibt der Auftraggeber nicht mehr einzelne Aufträge, sondern das zur Verfügung stehen um gewisse Aufgaben zu erledigen und die konkrete Erledigung derselben sind nun zusammen der Auftrag. So wird der Auftrag zu der Arbeit der man nachgeht und der Auftraggeber zum Arbeitgeber. Habe ich also mal keine Lust zu arbeiten, ist gleich der ganze Auftrag, also meine Arbeit futsch. Das ist ja auch der Sinn der Sache an dem Tag. Aber wenn ich am nächsten dann wiederkomme, weil mich der Gedanke meine Freizeit gegen Geld zu tauschen nicht ganz so sehr anekelt, dann sagt der Arbeitgeber:"Verzieh dich", denn er will sich auf mich verlassen können. Daraus entsteht dann ein Problem, wenn ich kein Geld mehr habe und mir niemand neue Arbeit geben will, weil ich ja nicht verlässlich bin.

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Warum ich das erzähle? Nun ja, an diesen Tatsachen wird sich nicht viel ändern. Früher jedoch wurde dem Arbeitnehmer seine Selbstaufgabe aber noch bezahlt. Die Aufgabe der Freiheit Dinge zu tun wann man wollte wurde einem entlohnt mit Dingen wie einer Arbeitslosenversicherung, die einem die Gewissheit gab: Wenn mich dieser Sklaventreiber morgen rausschmeisst, dann kann ich zumindest in Ruhe was neues suchen. Es wurde einem mehr als nur der Lohn für die geleisteten Stunden gezahlt: Urlaubsgeld, Weihnachtsgeld. (OK, nicht aus purer Menschenfreude, sondern weil es Leute erkämpft hatten und die Arbeitgeber keine andere Wahl hatten als es zu zahlen, weil der massenhafte Ausfall von Arbeit war ihnen dann doch etwas gruselig). Es wurde mit der Sicherheit bezahlt, dass man eben doch nicht einfach so direkt morgen entlassen werden kann, sondern erst demnächst. Das nannte sich dann Kündigungsschutz.

Heute fahren sie das alles gegen die Wand. Weil die Abhängigkeit vom Arbeitgeber die ich so schrecklich wenig mag bares Geld in die Kassen spült. Sind ja genug Leute da, die den Job machen können, also weg mit dem Kündigungsschutz. Ich kann dich morgen kündigen also arbeite schön weiter für den niedrigen Lohn. Sind ja genug andere da die den Job machen also weg mit dem Weihnachtsgeld.

Und dann wundern sie sich. Weil so vieles auf einmal so wenig Lebenswert erscheint.

 
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