TO DES ANGST

(nicht bei mir, keine Sorge)

 
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Rhythmische Sportgymnastik Mehrkampf Einzel - Finale (14.30 Uhr)

 
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Nicht in die Milch aschen!

J. ist erfreut. Immer.

Jemand betet für ihr neues Lebensjahr. Mit mir geht das OK, denn ich wurde nicht explizit ins Gebet eingeschlossen, also muss ich nichtmal peinlich berührt meinen Atheismus verbergen. Sehr nett aber. Schade dass wir schon weiter müssen. Hätte gerne noch mit G. und J. gesprochen.

Weg, weiter.

"Du studierst sicher Physik und Informatik". Ich fände nichts schlimmes daran Physik und Informatik zu studieren und so falsch ist es ja auch nicht. Allerdings fände ich es unangebracht jemandem den ich überhaupt noch nie gesehen habe als erstes ein "Fuck You" ins Gesicht zu schleudern. Es wird ja eventuell mehr impliziert bei der gedachten Fächerwahl und vieles geht dann mit den Fächern nicht zusammen. Der Tonfall und der Gesichtsausdruck legen jenes nahe. Es ist die "Du bist einer von denen die..."-Pose die mich grob stört. Aber ein "Fuck you" würde nur eine "Und du bist..."-Pose zurückgeben. Und woher soll ich wissen was diese Person für ein Mensch ist.

Die anderen Gäste sind angenehmer. Sehr.

White Russian und Grasovska pur.

L. ist auch da. Ich sehe sie nur aus der Ferne. Hallo, sie winkt von dem anderen Ende des Raums, ich nicke freundlich zurück, wir beide tanzen nur fünf Meter entfernt, zum Mond zu reisen scheint allerdings näher als hinüber zu gehen. Etwa vier Stunden später die freundlich-wortlose Abschiedsgeste aus der Distanz. Wir haben nicht miteinander gesprochen. Was auch. Ja, was? Ich würde es gerne wissen.

R. mit ewigem Monolog über die Zeit, den Zwang sie als linear und nicht kreisförmig zu betrachten. Die Zwänge, die die Gesellschaft auferlegt; das alter! Alter! Nicht hinnehmbar; die Werbung.

Der Typ mit der Narbe, der die Frau in die Wertstofftonne tun will morgen.

Zeit zu gehen, es wird hell, mein Wodka ist leer, G. schläft schon auf einem Sessel, ein Typ kotzt in der Küche ins Waschbecken.

Auf dem 20min-Heimweg durch FHain und PBerg nur einem Jogger begegnet. Sonst Autos. Keine Menschen.

Zuhause, immer noch betrunken, der Rechner läuft noch, ich schreibe.

Nicht in die Milch aschen!

 
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Tatsächlich aber ist der Einfluss, den die "Bild"-Zeitung auf die politische Meinungsbildung ihrer Leser hat, eher marginal. Wichtiger noch: "Bild" ist, wenn es um zentrale Fragen der Politik geht, nicht mehr kampagnenfähig. [...] Unter Chefredakteur Diekmann widmet sich "Bild" vorrangig dem Wohl und Wehe Prominenter jeglicher Couleur. Wer im deutschen Showbiz etwas werden will, ist auf die Unterstützung von "Bild" zwingend angewiesen. [...] Beim Bohlen-Hype etwa geht es um Geld. Um sehr viel Geld. Um das Geld von Dieter Bohlen. Um das Geld seiner Plattenfirma Bertelsmann Music Group, die während der ersten Staffel von "Deutschland sucht den Superstar" kurzzeitig am Marktführer Universal Music vorbeizog. Um das Geld von Diekmanns Ehefrau, der "Bild"-Autorin Katja Keßler, die als Ghostwriter beide Bohlen-Bücher schrieb. [...]So gesehen, ist die "Bild"-Zeitung der Ära Diekmann in erster Linie eine gigantische Vermarktungsmaschine. Dass das Blatt unlängst mit dem Deutschen Marketingpreis ausgezeichnet wurde, ist keine Überraschung.

"Florida-Rolf" und Bohlens Lebens-beichte:
zum Agenda-Setting der "Bild"

Richtig erkannt würde ich sagen. Was sollen sich Schröder und Merkel auch vor der Bildzeitung fürchten, der ist es inzwischen wohl tatsächlich egal wer nun regiert solange nur verschiedene Farben in den Balkendiagrammen sehr sehr ähnliche Politik repräsentieren die dem Springerkonzern gut in den Kram zu passen scheint. Da kann man sich ruhig aufs Marketing für andere Hausprodukte spezialisieren und ein wenig diversifizieren.

 
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Zwei Bälle, drei Reifen.

Völlig verzaubert von der Rhythmischen Sportgymnastik, Mannschaftswettbewerb. Ich kann mir ja gerade noch vorstellen, dass ich es schaffe einen Reifen mit dem Fuß mit viel Glück einer Mitturnerin exakt zuzuwerfen. Aber drei an drei verschiedene beim nach vorne beugen von hinten über den eigenen Körper hinweg? Wahnsinn.

Auch Wahnsinn: Das Basketball-Finale der Männer. Ich hatte mit dem Ausscheiden der USA schon ernsthaft gerechnet, bei der WM sahen sie ja auch schon alt aus gegen Argentinien (dafür habens die US-Frauen ja gegen Australien gerichtet). Aber das Italien Litauen schlägt, damit hätte ich definitiv nicht gerechnet.

 
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Joghurt Früchte

Joghurt Früchte von TIP. Nicht ganz so weit vorne wie die von Katjes, aber dafür nur 99 Cent für ein 400g-Tüte. Etwas fester als die Originale, etwas "kristalliener". Kann man aber gut essen.

Derweil geht Katjes in die Joghurt-Gums-Export-Offensive: "Ich rechne im September mit der ersten Listung bei einem großen US-Lebensmittelhändler. Und dann geht Heidi in die Letterman-Show und hält die Produkte in die Kamera."

 
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More iPod trouble to come:

Aus aktuellem Anlass [ 1 | 2 ]:

"Ey DJ, spiel doch mal was anderes" "Hä? Wasn?" "Na, irgendwas was alle kennen" "Ja wie?" "Na, Die Traumschiffcrew & Stefan Raab zum Beispiel" "Will ich nicht spielen. Hab ich auch garnicht" "Ist nicht schlimm, ich hab meinen iPod dabei!"


(bedenke:)

Ich kenne keinen DJ, der sie für nötig hält oder sich gar darüber freut. Unterschiede gibt es höchstens in der Freundlichkeit, mit der damit umgegangen wird. Im Hörerwunsch trifft der Respekt, den man als DJ vom Publikum erwartet, auf den Respekt, den der DJ vor dem Publikum haben sollte. Denn Hörerwünsche implizieren fast automatisch eine Kritik, einen Verbesserungsvorschlag an der Musik. Dagegen sind DJs allergisch. Wünsche stellen fast automatisch seine Kompetenz in Frage, angemessen auf die Situation zu reagieren. Dieser Art von Selbstzweifel wird man bei einem DJ höchst selten begegnen. Der Musikwunsch an sich kollidiert mit dem Anspruch des DJs, den Dancefloor wunschlos glücklich zu machen. Der Dancefloor ist dem DJ ein ungezogenes Kind: Er soll hören und folgen. Punkt. Jeder Verbesserungsvorschlag in Form eines Musikwunschs wird als Auflehnung empfunden, es sei denn, der Wunsch ist korrekt. Und das hängt in erster Linie davon ab, ob der DJ die Platte dabei hat oder sie zumindest besitzt. Trifft beides nicht zu, ist der Wunsch unkorrekt.

aus: Hans Nieswandt - plus minus acht  
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