Danke

Nichts kann genau diese unerwarteten Momente des Glücks wiederbringen, denn ich habe sie bereits erlebt. Es war nicht nur die Freude über die unendlich schönen Klänge, es war vor allem die Überraschung sie in dieser Vollkommenheit einfach so geschenkt zu bekommen, ohne Vorwarnung, ohne eine Ahnung dass das jemand machen würde, einfach so Glück schenken. Nun empfinde ich selbstverständlich immer noch Glück wenn ich neue Musik von dort höre, aber die Verzückung des Augenblicks, das Gefühl einen Schatz gefunden zu haben sind gewichen, denn die Überraschung ist eine andere als die des Fundes. Es bleibt die tiefe Wärme im inneren, die Dankbarkeit dass mir dies gegeben wird, einfach so, Glück das ein wenig der Freude darüber gleicht, dass die Sonne wieder aufgeht und einen schönen Tag einleitet. Eine selbstverständliche Konstanz, ja. Aber so unfassbar.

Absoluter Pflichtdownload: Neuer Mix von Prymer bei Tokyo Dawn

 
:: [linke mich] ::  niemand sachte was :: [sach selber was] :: 
 



Six Feet Under

Nachträgliche Empfehlung: Six Feet Under ansehen. Vox kehrt in den Teasern etwas zu arg den verrückten Humor hervor - der ist zwar vorhanden, macht aber die Serie nur teilweise aus. Die Übersetzung scheint mir OK zu sein nach dem Teilkonsum der ersten Folge zu urteilen, hab ja die ersten beiden Staffeln auf englisch gesehen. Der Plot beider Staffeln ist extrem spannend und die Figuren werden einfach sehr gut gezeichnet. Nur der Sendeplatz, naja. Dienstag um 23h liegen dann doch wohl einige schon im Bett.

 
:: [linke mich] ::  niemand sachte was :: [sach selber was] :: 
 



Seit wann gibt es eigentlich Biosupermärkte mit Tiefgaragenparkplätzen? (Neulich einen an der Schönhauser Allee erblickt)

 
:: [linke mich] ::  5 sachten was :: [sach selber was] :: 
 



Alle aus dem Lateinischen hervorgegangenen Sprachen bilden das Wort Mitgefühl aus der Vorsilbe com- und dem Wort, das ursprünglich "Leiden" bedeutete: passio. Andere Sprachen, so das Tschechische, das Polnische und das Schwedische, drücken diesen Begriff durch ein Substantiv aus, das aus der Vorsilbe Mit- und dem Wort "Gefühl" besteht (tschechisch sou-cit, polnisch wspol-uczucie, schwedisch medkänsla). In den aus dem Lateinischen hervorgegangen Sprachen bedeutet das Wort compassio: wir können nicht herzlos den Leiden eines anderen zuschauen; oder: wir nehmen Anteil am Leid des anderen. Aus einem anderen Wort mit ungefähr derselben Bedeutung (französisch pité, englisch pity, italienisch pietà usw.) schwingt sogar unterschwellig so etwas wie Nachsicht dem Leidenden gegenüber mit:"Avoir de la pitié pour une femme" heißt, dass wir besser dran sind als diese Frau, uns zu ihr hinabneigen, uns herablassen. Aus diesem Grund erweckt das Wort Mitleid Misstrauen: es bezeichnet ein schlechtes Gefühl, das als zweitrangig empfunden wird und nicht viel mit Liebe zu tun hat. Jemanden aus Mitleid zu lieben heißt, ihn nicht wirklich zu lieben. In den Sprachen, die das Wort nicht aus der Wurzel "Leiden", sondern aus dem Substantiv "Gefühl" bilden, wird es ungefähr in demselben Sinn gebraucht; man kann aber nicht behaupten, es bezeichne ein zweitrangiges, schlechtes Gefühl. Die geheime Macht seiner Etymologie lässt das Wort in einem anderen Licht erscheinen, gibt ihm eine umfassendere Bedeutung: Mit-Gefühl haben bedeutet, das Unglück des anderen mitzuerleben, genausogut aber jedes andere Gefühl mitempfinden zu können: Freude, Angst, Glück und Schmerz. Dieses Mitgefühl (im Sinne von soucit, wspoluczucie, medkänsla) bezeichnet also den höchsten Grad der gefühlsmäßigen Vorstellungskraft, die Kunst der Gefühlstelepathie; in der Hierarchie der Gefühle ist es das höchste aller Gefühle.

Aus "Milan Kundera – Die unerträgliche Leichtigkeit des Seins"

 
:: [linke mich] ::  5 sachten was :: [sach selber was] :: 
 



Ahhh... jetzt muss ich nur noch mein Telefon wiederfinden...

 
:: [linke mich] ::  niemand sachte was :: [sach selber was] :: 
 



Um die Wahrheit zu sagen, habe ich in letzter Zeit verstärkt dünne Bücher gelesen, damit meine Liste der „Gelesenen Bücher“ etwas üppiger ausfällt

 
:: [linke mich] ::  niemand sachte was :: [sach selber was] :: 
 



Bei manchen Leuten nimmt man einfach automatisch an, sie hätten sich bei irgendwelchen 1. Mai-Auseinandersetzungen mit der Polizei verletzt. Dabei war es nur ein unaufmerksamer Autofahrer auf dem Weg zur Uni. Aber hätte er gesagt: sie haben zurückgeschlagen, ich hätts ihm direkt geglaubt.

 
:: [linke mich] ::  2 sachten was :: [sach selber was] ::