Das Krankenhaus ist schon immer eine komische Welt für sich. Ich hatte an sich Glück mit dem Zimmer in dem ich lag, schöner Ausblick auf den Charité-Campus, erstmal alleine in dem großen Zimmer, nettes Pflegepersonal. In der 2. Nacht wurde dann E. eingeliefert. E. wird bald 16, schluckt aber schon seit 2 Jahren täglich Schmerzmittel, nachdem er sich auf einer Afrikareise eine Parasiteninfektion geholt hat. Die haben sie eigentlich wegbekommen damals, aber die Schmerzen sind geblieben. Zwei mal täglich Tropfen und zwei mal täglich Tabletten gegen die Schmerzen. Immer. Und die Ärzte wissen nicht, was es sein könnte. E. ist schon ziemlich resigniert drauf, weil er immer wieder die gleichen Fragen gestellt bekommt von verschiedenen Ärzten, die glauben er versteht sie nicht richtig. Bestimmt fünf mal habe ich ihn sagen gehört:"Das wurde vor zwei Wochen schon untersucht, fordern sie doch die Akte vom Virchow an, steht alles drin".

Solange man jedenfalls im Krankenhaus liegt, beschäftigt man sich permanent mit der Krankheit. Ist ja auch mal gut für ein paar Tage. Da stört es einen auch nicht, dass alle Untersuchungen 3-4 mal mit einem gemacht werden, damit die Jungmediziner an einem üben können. Weil, man will ja, dass das bestmögliche getan wird. Wenn man dann rauskommt merkt man erst, wie beschränkt doch die Welt im Krankenhaus ist. Wie wenig Leben oft in so einem Krankenhaus ist, wie wenig Gesundheit. Geht mir wieder besser, nothing too dramatic.

 
sach selber was   von Mama
 
sma, 6. Mai 2006 um 11:32:39 MESZ

freut mich zu hören! ein freund hatte das auch, vor einigen jahren. habe ihn damals zu hause, in seinem zimmer besucht, dass er während dieser tage nicht häufig verließ. schonte sich einige wochen, konnte dann aber eigentlich wieder zum regulären tagesbetrieb übergehen.

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Mama, 6. Mai 2006 um 11:37:11 MESZ

Ja, krank werde ich auf jeden Fall noch einige Tage sein, aber ich fühl mich schon wieder OK.

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bov, 6. Mai 2006 um 11:48:36 MESZ

Oh, waren die B-Boys so schlecht, dass Du danach gleich in die Charité musstest? Hm, gute Besserung jedenfalls!

(Als sie mir letztes Jahr den Kopf abgeschnitten diese komische Drüse ausm Hals genommen haben, bin ich auch geflohen, sobald ich wieder einigermaßen bei Sinnen war. Schon am zweiten Tag hatte ich mir diesen schlurfenden Gang und dieses Aussegnungshallenflüstern angewöhnt! Im Taxi nach Hause (BVG ging noch nicht) hab ich ständig gejuchzt über das Leben hinter den Scheiben. Freund Hein hatte seine klammen Finger schon auf meine Schulter gelegt, und ich war ihm entronnen.)

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Mama, 6. Mai 2006 um 12:12:59 MESZ

Nein, die B-Boys fand ich natürlich wieder äußerst amüsant. Aber ich war eigentlich zu krank um hinzugehen. Hab ich aber nicht so gemerkt. Bin am Samstag dann schon in der Notaufnahme vom Klinikum am FHain gewesen, was mir nix brachte, Montag dann in die Charité und da dann erstmal geblieben. Im Zweifel immer zur Charité gehen!

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motzes, 6. Mai 2006 um 11:51:50 MESZ

auch besserung. nothing too dramatic=nothing too painful? hoffentlich!

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Mama, 6. Mai 2006 um 12:08:44 MESZ

Ja, ich hatte einfach Pfeiffersches Drüsenfieber. Eigentlich nix, wofür man ins Krankenhaus müsste, aber bei mir in einer so extremen Auspägung, dass aus meinem Hals an beiden Seiten die Lymphknoten auf Tischtennisballgröße angeschwollen sind und ich nicht mehr essen konnte, wegen den extremen Halsschmerzen und so und Nachts Atemnot und Angst zu ersticken wegen dem ganzen Schleim. Die haben mich einfach mal ordentlich mit Cortison vollgepumpt und jetzt bin ich wieder mit einem Batzen Schmerzmittel zuhause bei meiner wahnsinnig netten Freundin, die mich hier erträgt.

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goncourt, 6. Mai 2006 um 13:08:47 MESZ

Oh, gottseidank. Gute Besserung (hört sich trotzdem furchtbar an).

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der, 6. Mai 2006 um 14:12:57 MESZ

Auch von mir gute Besserung! Und Welt-Abo vielleicht sicherheitshalber frühzeitig wieder abbestellen?

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micro_robert, 6. Mai 2006 um 13:27:49 MESZ

Gute Besserung. Krankenhaus ist immer schlimm.

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ak, 6. Mai 2006 um 13:57:22 MESZ

Auch von hier: Gute Besserung und erholen Sie sich gut!

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katatonik, 6. Mai 2006 um 16:42:37 MESZ

was lernen wir daraus? welt-testabo schleunigst wieder abbestellen. (gute noch verbleibende besserung!)

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wasweissich, 8. Mai 2006 um 13:24:19 MESZ

Von mir auch gute Besserung.

Nachdem ich mit meinem Sohn abzüglich unwesentlicher Pausenzeiten fast zwei Jahre in Krankenhäusern verbracht habe, meide ich diese wie wie es eben geht, vor allem deshalb, weil man drinnen dann doch irgendwann eine gar nicht so kleine Welt aufzubauen beginnt, von der aus die Welt draußen dann oftmals sehr absurd erscheint. Dieter Bohlens erstes Buch kam raus, als wir schon lange im Krankenhaus waren und das ganze Brimborium darum war so weit weg von mir, dass ich schon fast nicht mehr aus dem Krankenhaus wollte vor lauter Angst, diese Draußen-Welt nun gänzlich nicht mehr zu verstehen, ich nenne das seither das Bohlen-Syndrom.

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