Was mit Paletten voller Frischkäse und Shampoo funktioniert, klappt ebenso gut mit Menschen: Vor wenigen Wochen verkündete die Firma Fujitsu stolz, RFID-Chips an eine Grundschule in Tokyo zu liefern, mit denen die Schüler überwacht werden. Und das Unternehmen Applied Digital aus den USA gab im Oktober die Zulassung von »VeriChip« bekannt, »dem weltweit ersten implantierbaren RFID-Mikrochip für den menschlichen Gebrauch«. Der reiskorngroße Chip könne ab sofort Krankenhaus-Patienten unter die Haupt gespritzt werden, damit Ärzte auch bei Bewusstlosen jederzeit wissen, wen sie vor sich haben und welche Krankenakte dazugehört.

Die Zeit: Wir werden täglich ausgespäht  
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Glas Baby!

Bei Stop & Shop zum Beispiel werde längst auch ein System namens Smart Mouth entwickelt. Es könne Millionen von Kundendaten auf ihre Ernährungsgewohnheiten hin auswerten – ob man zum Beispiel zu viel Fett, Zucker oder Salz zu sich nehme. Bei einer Branchenkonferenz will Albrecht erfahren haben, dass das Management solche Daten schon einmal mit Krankenversicherern austauschen wollte. Als ein kalifornischer Kunde namens Robert Rivera vor einiger Zeit im Vons-Supermarkt auf einer Jogurtlache ausrutschte, wollte er den Markt wegen seiner gebrochenen Kniescheibe verklagen. Nach Auskunft seines Anwalts konterte der Supermarkt: Die Kaufgeschichte von Herrn Rivera deute darauf hin, dass der Mann Alkoholiker sei. Das werde man vor Gericht verwenden.

Die Zeit: Unter Verdacht

Ob mir in Zukunft wohl auch gedroht wird, wenn ich zu wenig einkaufe? Es reicht ja schon, wenn man sich im Leipziger Bahnhof auf den Boden setzt.  
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