Was halt eigentlich so schade an der ganzen Kommerzbloggerei ist (bitte das Wort jetzt nicht so arg negativ verstehen): So eine Veranstaltung wie Blogmich kann jetzt in so einer größe nicht mehr sein, ohne dass man sich bei seinem Gegenüber nun fragt ob er/sie nun wegen Bloggen da ist oder aus Geschäftsinteresse. Nicht, dass ich die Leute, die Geschäfte mit Blogs machen für Leute halte, die das nur wegen dem Geschäft machen, aber irgendwer wird sich das ja automatisch fragen, dann, oder irgendwer wird schon dabei sein bei dem man sich das einfach fragen muss und dann wird man argwöhnisch oder neidisch oder keine Ahnung und denkt: die/der ist halt nicht nur wegen dem Bloggen da usw.

 
sach selber was   von Mama
 
goncourt, 21. Juni 2005 um 00:14:01 MESZ

Glaube ich nicht. Das würde bedeuten, dass Leute, die anderswo irgendein Fanzine verticken, auf keine Party mehr gehen könnten, ohne das dortige irgendwie für die nächste Ausgabe zu verwerten (und selbst wenn sie es täten). Viel nerviger fände ich, wenn Leute plötzlich anfangen würden, das da ernst zu nehmen (ff. 'Blogetikette', du lieber Himmel). — Ich meine jetzt, in Bezug auf die schöne Regellosigkeit der Blogmich.

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Mama, 21. Juni 2005 um 12:23:26 MESZ

Ja, ziemlich albern. Da muss man sich nun wirklich nicht drum kümmern. Und wenn man sich schon drüber aufregen muss, dann könnte man es ja wenigstens mit etwas Humor nehmen und ein Preiszeitartikelschreiben ausrufen oder so.

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roland, 21. Juni 2005 um 13:52:13 MESZ

die kommentare da bei ff. sind ja auch ganz schlimm, kann ich mich nur wiederholen. muss man wirklich einfach alles brach liegen lassen.

was schlimmer wäre: wenn - etwa aus bequemlichkeit von anderen - die "kommerziellen" weblogisten die organisation von sowas wie blogmich übernähmen (auch wieder ohne böse absichten von vorneherein unterstellen zu wollen) und dann sone programmatische veranstaltung draus würde. das wäre schlimmschlimm. Ich hege beispiels- und vielleicht ungerechterweise bei dem da: blog.openair-blogging.org zweifel, ob das so charmant wird.

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Mama, 21. Juni 2005 um 14:05:38 MESZ

Wer macht denn das? Irgendwie sagt mir das nix. Würde vielleicht sogar hingehen, weil es inzwischen einige Freunde nach Frankfurt verschlagen hat, aber dann bin ich sowie in Schweden gerade.

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roland, 21. Juni 2005 um 15:02:32 MESZ

initiiert u. a. vom mex blog. ich muss zugeben, die location da zwischen den hochhäusern sieht gar nicht mal schlecht aus, was mich jedoch abschreckt (ich merke grad, ich bin in der zeit tatsächlich auch noch in frankfurt, werd ich also doch mal lubbern gehen wahrscheinlich) ist der übereifrige ideenreichtum, der sich im zugehörigen wiki z. b. niederschlägt: wiki.openair-blogging.org

(programmatisch eben, wir-sind-eine-bewegung eben, livebloggen eben usw. usf.)

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typ.o, 21. Juni 2005 um 08:41:48 MESZ

Ja, das durchtränkt die "nur-so" Szene. Vgl.: Bei den Amateurfunkern (Irgendwie schon vergleichbar, die Technikverliebtheit, die Selbstreferentialität, die Kommunikation um ihrer Möglichkeit willen) ist kommerzielle Nutzung ja per Gesetz ausgeschlossen. Das schafft prinzipiell eine Offenheit, die Austausch, Hilfe und "HAM-Spirit" befördert (So nennen die diese Geste, wie man sie auch im Usenet gefunden hat, das gerne helfen)

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