Betriebsräte bei Siemens teurer als bei VW. Hach. Da kann man mal sehen wie einfallsreich die Jungs bei Siemens sind. Einfach mal eine eigene Gewerkschaft gründen. Wichtig: im Namen muss "unabhängig" vorkommen.

 
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Die ganze Siemens-BenQ-Nummer ist so wahnsinnig, äh, unterhaltsam? Auf so eine irgendwie schaurig-faszinierende Weise. Sich die Siemensmanagementleute pseudoempörend aufspielen sehen über eine Entscheidung, die sie für übernommene Standorte im Ausland ohne ein Lidzucken innerhalb von Nanosekunden genauso treffen würden wie das BenQ für die übernommene Sparte gemacht hat. Und wie die Siemensmanagementleute es vorher genau wussten, dass es so kommen würde. Weil das die betriebswirtschaftlich richtige Entscheidung war, wenn man Betriebe und Betriebsstandorte lediglich als Teil einer Ansammlung von Kapital ansieht, das sich für die Aktionäre zu vermehren hat.

 
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Nur wenn wir die Mängel der Internetarchitektur kennen und hinterfragen, können ihre Stärken zum Tragen kommen. Ein zentrales Element dieser Architektur ist die Ideologie der Kostenfreiheit, die als Gleitmittel der Managementsprache wirkt. Ross McKibben bemerkt in seinem Essay »The Destruction of the Public Sphere«, eine der stärksten Waffen der Marktideologie der Manager sei ihr Vokabular. »Wir haben uns mittlerweile daran gewöhnt, wie diese Sprache auf ganzer Linie gesiegt hat. Wir müssen unsere Spitzenstellung behaupten, in einem Center of Excellence arbeiten und uns Anbietervielfalt wünschen […]. Unsere Studenten heißen jetzt Klienten, unsere Patienten oder Passagiere Kunden.«

McKibben zufolge wurde diese Sprache ursprünglich in Managementschulen entwickelt, erfasste dann die Regierungen und hat inzwischen sämtliche Institutionen befallen. »Diese Sprache ist historisch beispiellos und außerordentlich verführerisch. Sie gibt sich neutral: Deshalb müssen alle Abläufe ›transparent‹ und ›stabil‹, muss jeder Einzelne ›verantwortlich‹ sein. Sie ist rücksichtslos, aber erfolgreich, denn der privatwirtschaftliche Sektor, dem sie entstammt, ist rücksichtslos und erfolgreich. Sie ist effizient und verabscheut Verschwendung; sie hat für alles eine Lösung parat. Sie hat Thatchers Unternehmenskultur angetrieben. Sie mag lächerlich erscheinen, aber sie ist machtvoller als die Sprache, die Flaubert in seinem ›Dictionnaire des idées reçues‹ satirisch verarbeitet hat, denn sie bestimmt das Denken unserer politischen (und wirtschaftlichen) Eliten.«

Jungle World: Zugriff verweigert

 
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Verwunderlich wäre das nicht. In den reichen Ländern der Welt rauchen immer weniger Menschen. Deswegen müssen sich die Tabakkonzerne nach neuen Absatzmärkten umschauen. In Entwicklungsländern nimmt die schlechte Gewohnheit zu. Die Regierungen können Tabak zwar hoch bezollen, aber das nützt nichts, wenn Zigaretten illegal eingeführt und verkauft werden. Am attraktivsten wirkt China. Nimmt man alle konsumierten Zigaretten der Welt, so wird jede dritte dort geraucht. In der Volksrepublik leben 350 Millionen Raucher.
[...]
Aufschlussreich ist ein Blick auf eine Tabelle des PLoS-Magazins: BAT exportiert mehr Zigaretten nach China, als das Land offiziell einführt. 1990 hat China zum Beispiel 10,5 Milliarden Zigaretten importiert. Auf BAT-Dokumenten steht ein Export von 20,3 Milliarden Glimmstengeln schwarz auf weiß.

 
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Böse gefragt: Kulturwissenschaft jetzt auch als Alleinstellungsmerkmal im Wettbewerb unter Betriebswirten? Nett gefragt: Wird irgendwas besser? Wirtschaft neu Denken:

Dieser Studiengang setzt in seinem Curriculum bewusst auf die Integration von Kunstpraxis und Kulturwissenschaften. Er rechnet damit, dass die heutige Arbeits- und Wirtschaftswelt immer stärker neben einer soliden fachwissenschaftlichen Kompetenz auch eine kreative Handlungskompetenz sowie den Blick für Kulturwerte benötigen wird, die aus der Wirtschaftswissenschaft allein nicht zu gewinnen sind. Er erweitert daher die herkömmliche Betriebs- und Volkswirtschaftslehre bewusst um zusätzliche überfachliche Perspektiven.

 
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